Seit 1999

8. Auflage des Internationalen Festivals der Archäologischen Filme von Nyon

vom 19. bis 23. März 2013, Gasfabrik (Usine à gaz), Nyon


Organisation: Römisches Museum

Direktor: Christophe Goumand

 

Das 8.  Internationale Festival der Archäologischen Filme von Nyon wurde wie jedes zweite Jahr vom römischen Museum organisiert und erwartete ein breites Publikum mit Heisshunger auf archäologisches Wissen. Seine Rolle ist es, die wirkliche Arbeit eines Archäologen darzustellen - die Arbeit eines Wissenschaftlers, der so gar nichts von einem Schatzsucher hat, sondern viel Zeit darauf verwendet, durch winzige Hinweise die Geschichtsschreibung zu vervollständigen. Dagegen spielen immer mehr Leute Abenteurer und sammeln archäologische Objekte als Trophäen: Dabei zerstören sie ganze Kapitel der Geschichte der Menschheit für immer. Das Programm der Eröffnungsnacht veranschaulichte diesen Gegensatz mit einem Film über die Plünderung eines Wracks in den Riffen des Indischen Ozeans, gefolgt von einer Doku über die Ausgrabungen der Genfer Universität in einer Höhle Norditaliens.

Ausserdem wurde auf die Wichtigkeit des Fundkontexts von archäologischen Artefakten eingegangen. Manche Museen handeln etwas unüberlegt, wenn sie archäologische Gegenstände kaufen und grosse Summen für Objekte ausgeben, die sich später als Fälschungen herausstellen. Andere Kunstwerke werden berühmt und daraufhin von den Ländern zurückverlangt, in denen sie gefunden wurden. Ein noch komplizierterer Fall ist die berühmte Büste der Nofretete, die in Berlin ausgestellt ist und von Ägypten zurückgefordert wird. Aus einer langen Untersuchung folgerte der Journalist und Kunsthistoriker Henri Stierlin, dass es sich dabei um eine Fälschung handelt - doch die Berliner Museen wollten sich nicht in diese höchst sensible Affäre verwickeln. Deshalb ist es bis heute nicht möglich, einige der Dokumente über die Entdeckung der Büste einzusehen.

Obwohl das Kino erst gegen Ende des 19. Jhd. erfunden wurde, gibt es seit Beginn der Menschheit animierte Bilder. Sie verschönen Höhlenwände, die bereits vor mehr als 30'000 Jahren bemalt wurden. Der Regisseur und Prähistoriker Marc Azéma stellte am Freitag eine neue Interpretation der prähistorischen Wandmalereien vor.

Die ganze Woche über lud das Festival seine Besucher zu einer Reise durch die Zeit und um die ganze Welt - von der Mongolei über Ägypten, Gallien und andere Länder bis nach Spanien - ein.

Wir danken dem Bundesamt für Kultur für seine wertvolle Unterstützung.

Um die Presseberichte herunterzuladen, klicken Sie hier.

Jury 2013

Vorsitz

 

ADOLFO CONTI, Dokumentarfilmregisseur und -prduzent, Rom, Italien.

Mitglieder

 

ERIGE SEHIRI, Filmregisseurin, unabhängige Journalistin, Tunesien.

PHILIPPE CURDY, Archäologe, Konservator des Historischen Museums des Wallis, Sion, Schweiz.

DENIS WEIDMANN, Archäologe, ehemaliger Kantonsarchäologe (Waadt), Lausanne, Schweiz.

MARIA LONGHENA, Amerikanistin/Archäologin, Direktorin des Festival "Storia del passato" in Bologna.

 

 




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