La Duche



Entdeckungen im Parkhaus La Duche, 2005

Als in Nyon das Parkhaus La Duche errichtet werden sollte, wurden archäologische Ausgrabungen von Archeodunum S.A. ausgeführt, die einen Teil des bis dahin unbekannten Quartiers der römischen Stadt unten am See freigelegt haben. Dabei kamen unter anderem eine monumentale Kanalisation und ein vermutlich öffentliches Gebäude ans Licht, wobei von letzterem die Ecke eines Portikus gefunden wurde. Sie zeugte sowohl von einer Oberflächenverkleidung als auch von einem Sims.

Ein neuer Sektor der römischen Stadt

Das bisher unbekannte Quartier der antiken Stadt verrät uns langsam seine Geheimnisse: Es lag direkt am See und war somit vermutlich an die Hafenaktivitäten gebunden. Die Beziehung zwischen dem Stadtzentrum, das sich um das Forum organisierte, und dem urbanen Sektor am See konnte dank der Ausgrabungen endlich besser verstanden werden.

Mehrere Entdeckungen

Die meisten gefundenen Überreste wurden dokumentiert und abgerissen, um Platz für das Parkhaus zu schaffen. Es handelte sich um eine Strasse, welche die Hafenzone mit dem monumentalen Zentrum auf dem Hügel verband, eine Stützmauer, die auf Seiten des Juras an diese Strasse angrenzte, ein Haus am Rande der Ruelle de la Tour und eine Ecke eines anderen Hauses, welche bereits in vorhergehenden Sondierungen ausgemacht wurde. Drei gut erhaltene Kalköfen, von denen mindestens einer aus dem 4. Jhd. n. Chr. zu stammen scheint, lieferten noch unverbranntes Material. Es verrät uns wertvolle Informationen über den Niedergang der Stadt am Ende der Antike.

Ein Portikus an einer monumentalen Kanalisation

Der spektakulärste Fund besteht aus einer Abwasserkanalisation von beeindruckenden Ausmassen und Teilen von zwei Gebäuden, die auf Seiten des Sees an die bereits erwähnte Strasse grenzten. Die Kanalisation könnte die Doppelfunktion gehabt haben, die Gebäude unterhalb vor dem Einsickern zu schützen und das Oberflächenwasser aufzufangen. Davon könnte ein Brunnen oder Becken gespeist worden sein.

Von einem der Gebäude wurde nur die Ecke gefunden; von dem anderen wurde ein Portikus entdeckt, dessen Begrenzungsmauer (auf der Juraseite) an die Kanalisation grenzt. Diese Mauer konnte auf fast zwei Metern Höhe erhalten werden und war mit einer Oberflächenverkleidung und einem Sims aus Kalkstein dekoriert. Da die Trockenlegung des Portikus ein grosses Ausmass von finanziellen Mitteln vorausgesetzt haben muss und dieser äusserst reich dekoriert war, kann vermutet werden, dass er zu einem öffentlichen Gebäude gehörte. Die genaue Funktion konnte allerdings noch nicht festgelegt werden.

Drei Bronzestatuetten

Hinter der Kanalisation wurde ein bemerkenswertes Ensemble von drei Bronzestatuetten gefunden, die mit ihren Sockeln erhalten sind und Gottheiten darstellen.

Die grösste davon ist niemand anderes als Venus, die in den Fluten geborene Göttin der Liebe. Abgesehen von den Füssen fehlt auch von Apollo, dem Bogenschützen, Zwillingsbruder der Artemis/Diana, verantwortliche Gottheit des berühmten Orakels von Delphi, nichts. Die Göttin Hekate wiederum, deren Darstellungen in Gallien ausserordentlich rar sind, ist in dreifacher Form vertreten: Es handelt sich um drei Frauen, die sich an eine zentrale Säule lehnen.



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